RadLE ist momentan ganz schön polizeilastig. Ich habe noch zwei Meldungen aus der gestrigen Polizei-Pressemitteilung nachzureichen. Hier die erste:
Nicht gleich alles hinschmeißen
Fahrgäste der Buslinie 89 waren am Mittwochmorgen (14.05.08, gg. 07.00 Uhr) Zeugen einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen ihrem Chauffeur und einem Radfahrer. Der Radfahrer, ein 42-jähriger Leipziger, schmiss seinen Drahtesel gegen den Linienbus, als dieser an der Kreuzung Am Hallischen Tor / Tröndlinring bei Rot halten musste. Anschließend verdrehte er den linken Außenspiegel des Busses und versuchte sich an dessen Scheibenwischern. Mit der Bitte, das ungebührliche Verhalten einzustellen, öffnete der Busfahrer (52) die Tür. Der 42-Jährige nutzte die „Einladung” und stieg zu. Woraufhin es zwischen ihm und dem 52-Jährigen, der den ungebetenen Fahrgast aus seinem Bus haben wollte, zu Handgreiflichkeiten kam und sich beide Kontrahenten leicht verletzten. Eine schnelle Klärung konnten auch die hinzugerufenen Polizisten des Reviers Innenstadt nicht herbeiführen. Sein Verhalten rechtfertigend, gab der Radfahrer gegenüber den Beamten an, dass der Linienbus beim Befahren der Straße „Am Hallischen Tor” in Richtung Tröndlinring sehr nah an ihm vorbeifuhr und er sich dadurch genötigt fühlte. Die Beamten nahmen die Aussagen der Beteiligten zu Protokoll. Auf Grund der Beschädigungen an der Front des Linienbusses (Schaden 500€), wurde dieser vorerst aus dem Fahrbetrieb genommen. Wer sich nun im Recht befand, wird in einem Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr, Sachbeschädigung und Körperverletzung geklärt werden müssen. (DaK)
Um wild zu spekulieren: Im Recht waren weder Rad- noch Busfahrer. Selbstjustiz ist immer doof. Busfahrer haben das Pech, dass sie relativ leicht persönlich identifiziert werden können (Dienstplan sei Dank). Deswegen bringen eine Beschwerde beim Busunternehmen und unter Umständen auch eine Anzeige bei der Polizei viel mehr als eine wilde Rauferei. Damit hat jetzt nämlich auch der Radfahrer jede Menge Ärger am Hals.