Artikel mit Tag polizeibericht
Donnerstag, 24. Juni 2010
Das gilt sowohl für Rad- als auch Autofahrer. Was zu wenig Seitenabstand für Folgen haben kann, zeigt der heutige Polizeibericht: Zeugenaufruf m.d.B.u.V.
Ein Verkehrsunfall zwischen einem Autofahrer, zwei Radlerinnen und einem Mopedfahrer ereignete sich gestern, kurz nach 18:30 Uhr, auf der Karl-Liebknecht-Straße, Leipzig-Mitte.
Die Fahrerin (44) eines Pkw VW Golf befuhr die Karl-Liebknecht-Straße stadtauswärts. In Höhe Grundstück Nr. 6 überholte sie zwei Radlerinnen (26, 42), von denen die ältere gerade beim Überholen war. Da offenbar der Seitenabstand zur Autofahrerin zu knapp war, wich die überholende Fahrradfahrerin nach rechts aus, kollidierte mit der anderen Zweiradfahrerin. Beide stürzten, wobei die 42-Jährige nach links gegen den VW Golf fiel und dann auf die andere Straßenseite rutschte. In diesem Moment war ein Mopedfahrer (30) im Gegenverkehr unterwegs und stieß mit dem Rad der Frau zusammen. Beide Radlerinnen verletzten sich und mussten ärztlich versorgt werden. An allen Fahrzeugen entstand Schaden in Höhe von ca. 160 Euro.
Die Polizei sucht zu diesem Unfall Zeugen. Wer kann genaue Angaben zum Unfallhergang bzw. zum Fahrverhalten der Beteiligten machen? Bürger melden sich bitte beim Verkehrsunfalldienst in der Hans-Driesch-Str. 1, Telefon (0341) 44 83 835. (Hö)
Ein weiterer Klassiker: Ein Besoffener torkelt mit dem Rad über den Fußweg und fährt eine Fußgängerin an. “Don’t drink and drive” gilt für alle Fahrzeuge… Ein betrunkener Radfahrer…
…befuhr in der letzten Nacht, gegen 23:45 Uhr, den Gehweg in der Karl-Liebknecht-Straße in stadtauswärtiger Richtung. Der 27-Jährige hatte erhebliche Probleme, sein Fahrrad zu führen, so fuhr er auf dem Gehweg eine 18-jährige Fußgängerin an. Er und die Fußgängerin kamen zu Fall. Die 18-Jährige erlitt leichte Verletzungen am Arm und an Beinen, eine medizinische Versorgung war jedoch nicht notwendig. Das Unfallgeschehen geschah unmittelbar vor den Augen der Gesetzeshüter, welche den Bereich gerade zum Unfallzeitpunkt bestreiften. Ein sofort durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Unfallverursacher ergab einen Wert von fast zwei Promille. Gegen den 27-Jährigen wurde Anzeige erstattet. (Ba)
Noch ein Klassiker: Geisterradeln ist gefährlich. Zwei Fahrradfahrerinnen…
…stießen gestern Nachmittag, gegen 15:30 Uhr, in Leipzig-Paunsdorf im Kreuzungsbereich Hohentichelnstraße/An den Theklafeldern zusammen. Eine 66-jährige Radfahrerin befuhr die Straße An den Theklafeldern stadtauswärts, während eine 58-jährige Radlerin zu diesem Zeitpunkt den stadteinwärtigen Radweg der Hohentichelnstraße in stadtauswärtiger Richtung nutzte. Beim Zusammenprall stürzte die 66-jährige Radfahrerin und verletzte sich. Auf Grund dessen wurde sie zur medizinischen Versorgung in ein Leipziger Klinikum eingeliefert. Nach ersten Erkenntnissen erlitt die 66-Jährige Prellungen und eine Knochenfraktur. Die 58-jährige Radfahrerin hatte Glück im Unglück – sie blieb unverletzt. (Ba)
Mittwoch, 5. Mai 2010
Aus dem Polizeibericht von heute: Radfahrer nicht beachtet
Ein Radler wurde gestern früh von einem Pkw-Fahrer angefahren und verletzt. Der Fahrer (67) eines Ford KA aus Thüringen war gegen 08:45 Uhr auf der Riemannstraße, Leipzig-Mitte, in Richtung Arthur-Hoffmann-Straße unterwegs. Im Bereich Einmündung Schletterplatz beabsichtigte er zu parken, lenkte nach rechts, um in eine Parklücke zu fahren. Dabei übersah er einen in gleicher Richtung fahrenden Radler (54). Dieser stürzte, verletzte sich leicht und musste in einer Klinik ärztlich versorgt werden. Gegen den Autofahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (Hö)
Radfahrer im Krankenhaus
Heute Morgen, um 06.50 Uhr, fuhr ein Fahrradfahrer (45) auf der Lützner Straße stadteinwärts mit der Absicht, nach links in die Odermannstraße abzubiegen. Da aus der Odermannstraße eine Straßenbahn gerade nach rechts (stadtauswärts) auf die Lützner Straße abbog und der stadtauswärtige Fahrverkehr auf Grund dessen warten musste, entschloss sich der Radler zum Linksabbiegen, jedoch ohne den Gegenverkehr zu beachten. In diesem Moment – die Bahn befand sich schon auf der Lützner Straße – fuhr ein Pkw VW Golf (Fahrer: 25) an. Beide Fahrzeuge kollidierten, der Fahrradfahrer stürzte, verletzte sich schwer und musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. (Hö)
Gestern:VW Caddy contra Fahrrad
Heute Morgen, kurz nach 8:00 Uhr, kollidierten auf dem Grimmaischen Steinweg/Nürnberger Straße in der Leipziger City ein Pkw und ein Radler. Dabei wurde der junge Leipziger (24) leicht verletzt und musste wegen Schürfwunden und einer Kopfverletzung in einem Krankenhaus ärztlich versorgt werden. Der VW-Fahrer (54) war auf dem Grimmaischen Steinweg in Richtung Johannisplatz unterwegs und wollte nach rechts in die Nürnberger Straße abbiegen. Offenbar sah er den Fahrradfahrer, der auf dem Radweg stadteinwärts fuhr, nicht und stieß mit ihm zusammen. Der Caddyfahrer muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. (Hö)
Vorgestern: Zeugenaufruf
Am 30.04.2010 ereignete sich gegen 19:15 Uhr ein Verkehrsunfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem Kleinbus.
Ein neunjähriger Junge radelte auf dem Gehweg der Tauchaer Straße in stadteinwärtige Richtung. Beim Überqueren der Rostocker Straße kam es zur Kollision mit einem VW-Kleinbus. Das Kind stürzte, verletzte sich. Doch der Fahrzeugführer kümmerte sich nicht um den Jungen. Stattdessen wendete er nach dem Unfall und entfernte sich pflichtwidrig. Der Neunjährige ging nach Hause und wurde dann in ein Krankenhaus zur ambulanten Behandlung gebracht.
Bei dem Kleinbus soll es sich um ein „getuntes“ Fahrzeug handeln. Die hinteren Scheiben waren getönt, die Lackierung verläuft schwarz von vorn bis weiß nach hinten.
Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang sowie zur Fahrweise der Beteiligten machen und die Hinweise zum VW-Bus, zu dessen amtlichen Kennzeichen sowie zum Fahrer geben können. Bürger melden sich bitte bei der Verkehrspolizei Leipzig in der Hans-Driesch-Straße 1, Telefon (0341) 44 83 835. (Hö)
Linienbus touchiert
Eine Fahrradfahrerin (21) stieß gestern Nacht im Haltestellenbereich vor dem Straßenbahnhof „Angerbrücke“ gegen einen Linienbus der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), stürzte und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die junge Frau war am 02.05.2010, gegen 01:45 Uhr, mit ihrem roten Hanseatic-Rad auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg in der Jahnallee stadtauswärts unterwegs. An der Haltestelle musste sie mehreren Fußgängern ausweichen, geriet dabei vom Gehweg auf die Straße und fuhr dort gegen den hinteren Teil eines Gelenkbusses (Fahrer: 48). Die Höhe des Gesamtsachschadens an Rad und Bus beläuft sich auf etwa 250 Euro. (Hö)
Vergangene Woche Donnerstag: Zeugenaufruf!
Wer kann zu folgendem Unfallgeschehen Hinweise geben?
Gesucht wird ein Auto-Fahrer, der einen Radfahrer (74) gestern, gegen 10:35 Uhr, (28.04.2010) in der Gohliser Straße, Höhe Grundstück 40 anhupte und dessen Rad anstieß. Dadurch stürzte der 74-Jährige möglicherweise. Er zog sich leichte Verletzungen am Knie zu, die ambulant behandelt werden mussten. Dem ganzen ging ein „Ausweichmanöver“ des Radlers voraus, der links an einem parkenden Kleintransporter vorbeifahren wollte.
Bürger, die Hinweise zu dem Unfallgeschehen und dem Autofahrer geben können, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Hans-Driesch-Straße 01, 04179 Leipzig, Telefon: (0341) 4483 835 zu melden. (Bria)
Vergangene Woche Mittwoch: Radfahrer schwer verletzt
Ein Leipziger (77) musste mit schweren Verletzungen gestern Nachmittag in ein Krankenhaus gebracht werden und liegt jetzt auf der Intensivstation. Der ältere Herr war gegen 15.00 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs. Er befuhr den Gehweg zwischen Riemann- und Hohe Straße und überquerte, um zu seinem Wohngrundstück zu gelangen, offenbar ohne auf den Fahrverkehr zu achten die Hohe Straße. Dort wurde er von einem Autofahrer (20) erfasst und schwer verletzt. Der junge Mann fuhr mit seinem Pkw BMW stadtauswärts. An den Fahrzeugen entstand Schaden in Höhe von etwa 2.500 Euro. (Hö)
Vergangene Woche Dienstag: Radler erfasst und schwer verletzt
Eine Autofahrerin (40) hatte gestern nicht aufgepasst, einen Fahrradfahrer erfasst und schwer verletzt. Die Leipzigerin fuhr gegen 19:15 Uhr mit ihrem Pkw Ford Ka, von der Lagerhofstraße kommend, in Richtung Friedrich-List-Platz. Es passierte beim Rechtsabbiegen in die Rosa-Luxemburg-Straße, Leipzig-Mitte. Sie übersah offenbar den Zweiradfahrer (30), der auf dem Radweg rechts neben ihr fuhr und geradeaus weiterfahren wollte. Mit Kopfverletzungen musste der junge Mann in eine Klinik gebracht werden. Am Fahrzeug entstand Schaden in Höhe von etwa 500 Euro. Die Fordfahrerin hat sich jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten. (Hö)
Freitag, 30. Oktober 2009
Aus dem heutigen Polizeibericht: Fahrradfahrer tödlich verletzt
In den heutigen Morgenstunden (30.10.2009) kam es gegen 03.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall am Leipziger Chausseehaus, bei dem ein 29jähriger tödlich verletzt wurde. Ein 27jähriger Taxifahrer (Mercedes) fuhr auf der linken Spur der Eutritzscher Straße in stadteinwärtige Richtung. Zur selben Zeit überquerte der Fahrradfahrer die Eutritzscher Straße. Er kam von der Straßenbahnhaltestelleninsel in Richtung Balzsacstraße ohne Licht gefahren. Dabei ergriff der Taxifahrer den 29jährigen und schleifte ihn einige Meter mit sich. Trotz lebensrettender Maßnahmen durch engagierte Bürger, konnte dem Radfahrer nicht mehr geholfen werden. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Taxifahrer fuhr nach dem Unfall noch bis zur Roscherstraße weiter, erst dort wendete er und kam zur Unfallstelle zurück. Infolge des Unfalls musste die Eutritzscher Straße mehrere Stunden gesperrt werden. Die Dekra untersucht nun Fahrrad sowie Mercedes und die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall. (Bria)
Ich frage mich nur, welche Relevanz das fehlende Licht hat: Von der Seite ist das Fahrrad-Funzel-Licht (zumindest in der Stadt) doch sowieso kaum zu erkennen?
Dienstag, 27. Oktober 2009
Zwei Meldungen aus dem heutigen Polizeibericht: Radfahrerin übersehen
Offenbar übersehen wurde eine 48-jährige Radfahrerin, als sie am gestrigen Morgen, gegen 07.30 Uhr, den Radweg An der Tabaksmühle in westliche Richtung entlang fuhr. Die 51-jährige Fahrerin eines Toyotas verließ zum gleichen Zeitpunkt den Parkplatz an der Straße des 18. Oktobers gegenüber vom Völkerschlachtdenkmal, um dann nach rechts ebenfalls in westliche Richtung abzubiegen. Dabei überquerte sie den Radweg, auf welchem allerdings die 48-Jährige fuhr. Deren Vorfahrt hätte die PKW-Fahrerin beachten müssen. Es kam zum Zusammenstoß, wobei sich die Radlerin im Gesicht verletzte und in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Am Fahrrad und am Fahrzeug entstand Sachschaden, der auf insgesamt 800 Euro geschätzt wird. (FiA)
Zeugenaufruf
Am 16.10.2009 kam es gegen 15.00 Uhr in der Arno-Nitzsche-Straße/Ecke Meusdorfer Straße zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Radfahrer (73) verletzt wurde. Der 73-jährige fuhr mit seinem Fahrrad auf dem Radweg Arno-Nitzsche-Straße in Richtung Völkerschlachtdenkmal, als eine Pkw-Fahrerin von der Meusdorfer Straße auf die Arno-Nitzsche-Straße abbiegen wollte, ihn übersah und umfuhr. Dadurch verletzte sich der Radfahrer. Die Pkw-Fahrerin entfernte sich, ohne ihre Personaldaten bekannt zu geben, von der Unfallstelle.
Nun ermittelt die Polizei wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und bittet Bürger, die Hinweise zum Unfallhergang oder zum Unfallfahrzeug geben können, sich bei der Leipziger Verkehrspolizeiinspektion, Hans-Driesch-Straße 01, Telefon (0341) 4483 835 zu melden. (Bria) <Schallplatte>Das Fahren auf Radwegen erhöht die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, erheblich. DDie Gründe dafür sind vielfältig, ein wesentlicher dürfte sein, dass man außerhalb des Wahrnehmungsbereichs der anderen Verkehrsteilnehmer unterwegs ist.</Schallplatte>
Dienstag, 6. Oktober 2009
Aus dem gestrigen Polizeibericht: Schwerer Unfall
Eine 22-jährige Radfahrerin wurde heute gegen 08.35 Uhr im Kreuzungsbereich Käthe-Kollwitz-Straße/Friedrich-Ebert-Straße im Zentrum Leipzig von einem 26–jährigen LKW-Fahrer erfasst und schwerstverletzt. Der LKW-Fahrer fuhr in stadtwärtige Richtung auf dem rechten Fahrstreifen, um nach freigegebener Ampelschaltung rechts abzubiegen. Neben ihm hat vermutlich die 22-Jährige gestanden, in der Absicht, die Käthe-Kollwitz-Straße geradeaus in stadtwärtige Richtung zu befahren. Während der 26-Jährige rechts abbog, übersah er offenbar die Radlerin, welche zu Fall kam, vom LKW erfasst und schwer verletzt wurde. Der Kreuzungsbereich musste für längere Zeit gesperrt werden. Rettungskräfte bemühten sich um die junge Frau, die sofort in eine Klinik eingeliefert wurde. Auch der LKW-Fahrer musste mit einem schweren Schock in eine Klinik verbracht werden. Zum Unfallhergang dauern die Ermittlungen noch an. In diesem Zusammenhang bittet die Verkehrspolizei um Mithilfe.
Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang, insbesondere zur Ampelschaltung und der Situation kurz vor dem Unfall, machen können, werden gebeten, sich bei der VPI Leipzig, Hans-Driesch-Straße 01 in 04179 Leipzig, Tel. (0341) 4483 835, zu melden. (FiA)
Was leider in den entsprechenden Unfallmeldungen nie thematisiert wird, ist die Frage, wie die Radfahrer überhaupt in den toten Winkel gelangen konnten: Auf Radstreifen und -wegen sind solche Abbiegeunfälle vorprogrammiert, weil geradeausfahrende Radfahrer rechts neben rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen geführt werden – so auch in der Käthe-Kollwitz-Straße an der betreffenden Kreuzung.
Leider hat diese Nicht-Thematisierung auch zur Folge, dass das Problem nur symptomatisch behandelt wird: Für LKW werden Zusatzspiegel gefordert, die auch der beste und erfahrenste Fahrzeugführer gar nicht alle auf einmal überblicken kann (und die die Sicht nach vorne einschränken). Die Forderung, Rechtsabbieger nicht links neben Geradeausfahrer zu lassen, ist nirgends zu lesen, obwohl sie das Problem viel nachhaltiger beseitigen würde.
Dazu passt auch, dass die Gefahren von Radverkehrsanlagen weitgehend unbekannt sind. Dabei haben Radfahrer auf Hochbord-Radwegen ein bis zu zwölfaches Unfallrisiko im Vergleich zum Fahren auf der Fahrbahn. Für Radstreifen fehlen (noch) vergleichbare Untersuchungen, sie sind allerdings deutlich sicherer als “normale” Radwege. Ob sie das Sicherheitsniveau der Fahrbahn erreichen, wage ich aber angesichts solcher Unfälle wie dem beschriebenen zu bezweifeln.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Radfahrerin schnell erholt.
Ach ja: Die LVZ berichtet heute auch auf der lokalen Titelseite. Außerdem hat es gestern wohl einen weiteren Unfall mit Radfahrerbeteiligung gegeben: Ein 68-Jähriger war wohl auf dem Radweg in der Brandenburger Straße in die falsche Richtung unterwegs und wurde dann an der Kreuzung Lagerhofstraße von einem Renaultfahrer erfasst. Der Radfahrer wurde schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Zwölfaches Unfallrisiko, sage ich nur – das trifft nämlich für das linksseitige Fahren auf Hochbordradwegen zu.
Donnerstag, 10. September 2009
…denn sie verleiten und/oder zwingen Radfahrer dazu, viel zu nah an haltenden Autos vorbeizufahren. Warum das gefährlich ist? Deswegen z. B.: Beim Aussteigen Kopf nicht vergessen
Die beiden folgenden Fälle verdeutlichen, dass es für Autofahrer besonders wichtig ist, vor dem Öffnen der Fahrzeugtür auf Radfahrer zu achten.
Am Dienstagabend befuhr ein Radfahrer (29) den Radweg der Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Innenstadt. Plötzlich öffnete eine 22-Jährige die Tür ihres Fords, um auszusteigen. Der Radfahrer konnte nicht rechtzeitig reagieren, prallte gegen die Tür und verletzte sich dabei leicht. Die Tür wurde beschädigt.
Ein ähnlicher Unfall ereignete sich gestern Vormittag, gegen 10.00 Uhr, auf der Arno-Nitzsche-Straße bei dem sich ein Rentner (72) am Oberkörper leicht verletzte. Der Mann befuhr mit seinem Drahtesel den Radweg in östliche Richtung. Zur gleichen Zeit hielt ein Volvo am Straßenrand, aus dem ein 50-Jähriger auf der Beifahrerseite ausstieg. Auch in diesem Fall war ein Zusammenstoß unvermeidbar.
Sowohl gegen die 22-jährige Ford-Fahrerin als auch gegen den 50-jährigen Beifahrer ergehen Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Missachtung der Sorgfaltsplicht beim Aussteigen sowie Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. (DaK)
Quelle: Pressemeldung der PD Leipzig Einen Meter Abstand sollte man als Radfahrer mindestens zu parkenden Autos halten (Autotüren sind meist noch breiter als einen Meter, aber so hat man wenigstens ansatzweise die Chance, zu reagieren). Radwege und -streifen – wie in der Liebknechtstraße – machen das oft unmöglich, weil sie viel näher an Parkstreifen geführt werden.
Mittwoch, 29. Juli 2009
Aus dem gestrigen Polizeibericht: Auge um Auge
Gestern Mittag, gegen 11.25 Uhr, fuhr eine 26-Jährige mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg des Floßplatzes in Richtung Riemannstraße, da es der Frau nach eigenen Angaben auf der stark befahrenen Straße zu gefährlich war. Dass die Gefahr aber auch auf dem Gehweg lauern kann, musste die Radfahrerin kurze Zeit später schmerzlich erfahren. Denn plötzlich stellte sich ihr ein offenbar von Selbstjustiz beseelter 59-Jähriger mit ausgebreiteten Armen entgegen und schlug ihr in der weiteren Folge unvermittelt mit dem linken Unterarm gegen den Kopf, sodass sie von der rechten Pedale abrutschte, ins Straucheln kam und nur mit Mühe verhindern konnte, nicht auf der Fahrbahn zu Fall zu kommen. Allerdings verletzte sie sich dabei leicht und ihre Brille wurde verbogen. Anschließend ging der Mann, trotz Aufforderung stehenzubleiben, einfach weiter in stadtauswärtige Richtung. Die Geschädigte rief daraufhin einen ihrer Mitbewohner ihrer Wohngemeinschaft an und bat diesen, ihr zu Hilfe zu kommen. Dem 29-Jährigen gelang es, in der weiteren Folge zusammen mit seiner Mitbewohnerin den 59-Jährigen vor einem Supermarkt in der Braustraße zu stellen. Dabei berührte der 29-Jährige den älteren Mann leicht an der Schulter, jedoch ohne ihn zu verletzten. Gegenüber den eintreffenden Beamten erstattete er dennoch Anzeige wegen Körperverletzung sowie falscher Verdächtigung gegen die 26-Jährige und ihren Mitbewohner, da er vehement bestritt, die Radfahrerin geschlagen zu haben. Allerdings gab er auch an, dass es nach seiner Meinung nicht sein kann, dass Radfahrer den Gehweg nutzen. Der 59-Jährige muss sich nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Körperverletzung verantworten. (Schm) Ob das wohl mit der heftigen medialen Diskussion um das Radfahren in der Innenstadt zusammenhängt?
Donnerstag, 16. Juli 2009
Aus der Presseinformation der Polizeidirektion Westsachsen von gestern: Zeugenaufruf
Markkleeberg. Zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sucht die Polizei Zeugen. Am 14.07.2009, gegen 11.20 Uhr, hielt ein Rennradfahrer die Polizei an. Er teilte den Beamten mit, dass ein Stahlseil über den Fuß-/Radweg, der über die Pleiße führt, gespannt wäre. Eine unbekannte Frau habe ihn gewarnt, sonst wäre er gegen das in Hals-/Kopfhöhe gespannte Seil gefahren. Der Radfahrer kam wenige Zentimeter vor dem Seil zum Halten. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben können, bzw. die unbekannte Frau, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Markkleeberg, Tel. (0341) 35310 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Die Polizei weist aus gegebenen Anlass nochmals darauf hin, dass es sich bei diesem Sachverhalt nicht um einen dummen Jungenstreich handelt, sondern um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, der für andere Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr darstellt und zudem strafrechtlich verfolgt wird. Ich bin fassungslos. Hundeleinen sind ja schlimm genug, aber sowas?
Montag, 6. Juli 2009
Über die unsinnige Aussage “56.6 Prozent der Radfahrer-Unfälle in Leipzig haben die Radler selbst verursacht” hatte ich hier schon mal berichtet. Das hält die Polizei aber nicht davon ab, sie immer wieder zu propagieren. Zuletzt – ja, es ist ein paar Wochen her, aber die schon oft genannten privaten Gründe und so – am 19.06.09 in der täglichen Pressemitteilung. Fahrräder haben keine Knautschzone
Dennoch verhalten sich einige, als sei ihnen das egal und die Straße gehöre ihnen allein. Kommt es dann zu einem Unfall, so gehen die Schäden meist über bloße Sachschäden hinaus. Nicht selten sind Schürfwunden, Prellungen oder gar Brüche die Folge. Von den im Jahr 2008 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen mit Radbeteiligung verletzten sich insgesamt 792 Personen, 97 davon sogar schwer. Vier Radfahrer wurden bei Unfällen getötet. In 74 % der Unfälle waren Pkws beteiligt. Aus Sicht der Polizei war 2008 das Fehlverhalten von Radfahrern ursächlich bei 56,5 % aller Unfälle mit Radfahrerbeteiligung. Neben der falschen Straßenbenutzung konnte auch das Missachten der Vorfahrt zu den Fehlern der Radfahrer gezählt werden. Die Aussagen verkürzen das Bild gleich in mehrfacher Weise:
- In den genannten knapp 57 Prozent “Schuldquote” sind auch Fälle mitgezählt, in denen der Radfahrer den Unfall nach Ansicht der Polizei “erheblich mitverschuldet” hat. Hauptverursacher war in diesem Fällen trotzdem der andere Unfallbeteiligte. Ohne das Konstrukt des “erheblichen Mitverschuldens” liegt die “Schuldquote” bei 46,3% – schon weniger als die Hälfte.
- Selbst diese 46,3 Prozent hören sich schlimmer an, als sie sind. Um das zu verdeutlichen, wechseln wir doch einfach mal die Verkehrsart: Etwa 85 Prozent aller Unfälle mit Kfz-Beteiligung in Leipzig werden von Kfz-Führern verursacht (Anmerkung am Rande: Ich lasse netterweise das irreführende “selbst” weg). Selbst von wirklich allen Unfällen – unabängig davon, wie die Beteiligten unterwegs waren – werden etwa drei Viertel von Kfz-Führern verursacht.
Hintergrund ist, dass die Schuldfrage nur bei Unfällen zwischen verschiedenen Verkehrsarten richtig interessant ist, denn bei Unfällen z. B. zwischen zwei Radfahrern hat immer einer von beiden Schuld – die “Schuldquote” liegt also bei sagenhaften 100%. Nimmt man die Unfälle mit 100%-Schuldquote aus der Betrachtung (Alleinunfälle oder Unfälle Rad-Rad) heraus, sind Radfahrer in 39,3% der Unfälle Hauptverursacher. - Die polizeiliche Unfallstatistik ist in der Schuldfrage nicht sehr genau; sie erfasst nur, wie Polizisten die Unfallsituationen einschätzen – Gerichte und Staatsanwaltschaften entscheiden unter Umständen ganz anders.
Warum also führt die Polizei immer wieder in die Irre? Die Polizeidirektion Leipzig schreibt mir: Die Statistik soll aber nicht die Schuldfrage klären, sondern dazu beitragen, sowohl Verursachern, als auch Betroffenen vor Augen zu halten, wo die Risiken im Verkehr liegen. Ein durchaus sinnvolles Ziel – nur ist es mit Blick auf die Schuldfrage meiner Meinung nach nicht zu erreichen: Auf diese Weise werden nur Vorurteile geschürt, die nicht zutreffen – “Radfahrer sind doch selbst schuld, wenn sie einen Unfall haben!”
Wenn die Polizei deutlich machen will, wo Risiken im Verkehr liegen, muss sie klar die Fehler nennen, die Verkehrsteilnehmer machen – und zwar nicht nur die der Radfahrer, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Nichts schaden würde es im Übrigen, wenn die unfallträchtigen Fehler häufiger Gegenstand von Verkehrskontrollen wären – und auch das bei allen Verkehrsteilnehmern.
(Quelle für alle Zahlen: Polizeidirektion Leipzig)
Montag, 6. April 2009
Aus dem Polizeibericht vom Freitag: Falsch abgebogen
Durch verbotswidriges Abbiegen nach rechts von der Eutritzscher Straße in die Roscherstraße, Leipzig-Mitte, hatte ein Autofahrer oder eine Autofahrerin gestern Nachmittag einen Unfall verursacht. Eine Fahrradfahrerin (27) fuhr gegen 16:00 Uhr auf dem Radweg der Eutritzscher Straße in stadteinwärtiger Richtung. Kurz bevor die junge Frau die Roscherstraße überqueren wollte, bemerkte sie den nach rechts abbiegenden Pkw. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste sie ihr Mountainbike stark ab. Auf Grund dessen stürzte die Radlerin über den Lenker auf die Fahrbahn. Vom Sturz benommen konnte sie gerade noch erkennen, wie der unbekannte Fahrzeuglenker pflichtwidrig seine Fahrt fortsetzte. Ein anderer Fahrradfahrer kümmerte sich dann um die verletzte Frau und barg auch deren Rad von der Straße. Die 27-Jährige verständigte dann die Polizei und gab an, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen grauen oder silberfarbenen Pkw Kombi gehandelt haben könnte. Die Polizei bittet Bürger, die das Unfallgeschehen beobachtet haben und Hinweise zur Fahrerin oder des Fahrers sowie zum Pkw-Typ geben können, sich bei der Verkehrspolizei in der Hans-Driesch-Straße 1, Telefon (0341) 966 44835 zu melden. (Hö) Trotz des Verbots des Rechtsabbiegens ein typischer Radwegunfall: Rechts neben der Fahrbahn werden Radfahrer von (abbiegenden) Autofahrern kaum noch wahrgenommen.
Samstag, 21. Februar 2009
Es folgt eine Meldung aus dem Polizeibericht vom Dienstag.
Schwerer Unfall in Thekla
Am heutigen Morgen, kurz vor 07:00 Uhr, befuhr ein bislang unbekannter Fahrer mit einem weißen oder hellfarbenen Kleintransporter die Taucher Straße in Thekla in stadtauswärtiger Richtung. Nach der Einmündung Wodanstraße auf der Brücke über die BAB 14 versuchte der Fahrer eine in gleicher Richtung fahrende 55-jährigen Fahrradfahrerin zu überholen und touchierte sie, so dass die Leipzigerin zu Fall kam. Der Fahrer des Kleintransporters kam seinen Pflichten nicht nach und setzte sein Fahrt in Richtung Taucha fort. Eine Suche im Bereich blieb erfolglos. Die Frau musste zur weiteren medizinischen Behandlung ins Klinikum St. Georg verbracht werden. Sie erlitt durch den Unfall schwerste aber nicht lebensgefährliche Kopfverletzungen.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Hans-Driesch-Straße 01 in 04179 Leipzig, Tel. (0341) 4483 835. (Schm) Die Polizei sucht noch immer Zeugen für diesen Unfall
Donnerstag, 20. November 2008
Die Polizei bittet um Mithilfe — gleich wegen zwei Unfällen, bei denen Radfahrer verletzt wurden: Zeugenaufruf zu Fahrerflucht
Dem Fahrer einer stadtauswärts fahrenden Straßenbahn fiel heute Nacht, gegen 00:30 Uhr, auf der Karl-Heine-Straße/Plagwitzer Brücke, ein heller Kleinwagen mit stark beschädigter Frontscheibe und eingedrücktem Dach auf. Kurz darauf sah er einen Fahrradfahrer auf der Straße liegen. Fast zeitgleich kam eine Taxifahrerin (28) gefahren, die Erste Hilfe leistete und die Polizei verständigte. Der Radler, ein 29-jähriger Leipziger, musste mit Schädelprellung und Schürfwunden in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Er war in stadteinwärtiger Richtung unterwegs, als er von dem Fahrer des Pkw erfasst wurde und auf die Motorhaube schleuderte. Dabei wurden Frontscheibe und Dach beschädigt. Ohne sich um den Verletzten zu kümmern, entfernte sich der Pkw-Fahrer pflichtwidrig vom Unfallort. Bei der Überprüfung des Rades durch Polizeibeamte stellte sich heraus, dass die Beleuchtungseinrichtung defekt ist, also der Mann ohne Licht unterwegs war.
Zu diesem Unfall sucht die Polizei dringend Zeugen, die Hinweise sowohl zum Unfallhergang als auch zum beteiligten Fahrer sowie Fahrzeug, bei dem es sich vermutlich um einen silberfarbenen oder grauen Pkw Opel Corsa gehandelt haben soll, geben können. Diese melden sich bitte bei der Leipziger Verkehrspolizei in der Hans-Driesch-Straße 1, Telefon (0341) 44 83 835. (Hö)
Zeugenaufruf zu Unfall zwischen Radfahrer und Lkw
Am 18.11.2008 wurden Polizeibeamte zu einem Unfall in die Zschochersche Straße gerufen. Dort war es gegen 18:30 Uhr in Höhe Lauchstädter Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Radler und einem Lkw gekommen. Der Fahrer (33) eines weißen Lkw MAN befuhr die Zschochersche Straße stadteinwärts und musste dann wegen des Fahrgastwechsels an der dortigen Straßenbahnhaltestelle verkehrsbedingt halten. Beim Anfahren kam es dann offensichtlich zur Kollision. Er bemerkte den Anprall vorn, hielt sofort an und stieg aus. Dann sah er unter dem Frontbereich seines Lkw einen Mann mit Rad liegen, der Verletzungen am Kopf hatte. Er und andere Passanten leisteten Erste Hilfe und riefen Rettungswagen und Polizei. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den 33-jährigen Mann aus Ostfriesland wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Auch zu diesem Unfall sucht die Polizei Zeugen. Bürger, die Angaben zum bisher nicht genau geklärten Unfallhergang machen können, wenden sich bitte an die Beamten der Leipziger Verkehrspolizei, Telefon (0341) 44 83 835. (Hö)
Dienstag, 21. Oktober 2008
Wieder keine positiven Nachrichten, nur weitere Beispiele dafür, dass Radfahrer neben der Fahrbahn nicht oder zu spät wahrgenommen werden.
Fall 1: Radfahrerin auf Radweg übersehen, Kollision und Unfallflucht: Fahrerflucht nach Verkehrsunfall
Am gestrigen Tag, dem 20.10.2008 gegen 09:10 Uhr, befuhr eine 21-jährige Radfahrerin in Leipzig-Möckern den Radweg der Slevogtstraße in stadteinwärtiger Richtung und hatte die Absicht, die Diderotstraße zu überqueren. Zeitgleich befuhr ein Pkw die Diderotstraße und bog nach links in die Slevogtstraße ab. Dabei bislang unbekannter übersah die Fahrerin des Pkw offensichtlich die Radfahrerin, so dass es zum Zusammenstoß zwischen beiden kam, wobei die Geschädigte über die Motorhaube des Pkw auf die Straße fiel. Sie erlitt leichte Verletzungen, welche vor Ort ambulant behandelt werden konnten. Die Fahrerin des Pkw hingegen dachte offensichtlich nicht daran, sich um die verletzte Radfahrerin zu kümmern sowie ihren weiteren Pflichten nachzukommen und entfernte sich vom Unfallort.
Die Polizei sucht nun Zeugen zum Unfall. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Hans-Driesch-Straße 1 in 04179 Leipzig, Telefon (0341) 4483 835. (Schm)
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig)
Fall 2: Radfahrerin auf Radstreifen übersehen, Kollision und Unfallflucht: Vom Unfallort unerlaubt entfernt …
… hatte sich am 16.10.2008, gegen 20:30 Uhr, der Fahrer eines Lkw mit Anhänger. Dieser befuhr die Richard-Lehmann-Straße im Leipziger Süden stadteinwärts und hatte die Absicht, nach rechts in die Karl-Liebknecht-Straße abzubiegen. Dort beachtete er offenbar eine Radfahrerin (31) nicht, die auf dem Radweg Richard-Lehmann-Straße fuhr und die Karl-Liebknecht-Straße überqueren wollte. Es kam zum Zusammenprall – die Frau stürzte und verletzte sich. Der Lkw-Fahrer dachte jedoch nicht daran, seinen ureigensten Pflichten nachzukommen, sondern fuhr einfach weiter. Die 31-jährige Leipzigerin musste ärztlich versorgt werden. Am Fahrrad entstand Schaden in Höhe von etwa 100 Euro.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Verkehrsunfall, besonders aber zum Fahrverhalten der Radfahrerin und des Lkw-Fahrers, machen können, sich bei der Verkehrsunfallaufnahme in der Hans-Driesch-Straße 1, Telefon (0341) 4 48 36 10 zu melden. (Hö)
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig) (Die Polizei hat wie üblich leichte Probleme mit der Unterscheidung zwischen Radwegen und Radstreifen. Ist ja aber auch kompliziert und wird in der Unfallstatistik meines Wissens nach auch nicht unterschieden.)
Ich kann’s nicht oft genug wiederholen: Radwege und -streifen sind an Kreuzungen lebensgefährlich.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Immer wieder sehe ich Radfahrer, die förmlich an geparkten Autos “kleben”, also mit sehr wenig Abstand an ihnen vorbeifahren. Das ist nicht nur verboten, sondern regelrecht gefährlich. Zwei traurige Beispiele dafür gab es in dieser Woche in Leipzig. Am 30.09.2008 gegen 14:30 Uhr parkte der Fahrer eines Pkw Ford sein Fahrzeug am Fahrbahnrand der Kochstraße. Beim Öffnen der Fahrertür konnte eine 28-jährige Radfahrerin, welche die Kochstraße in südwestlicher Richtung befuhr, dieser nicht mehr ausweichen und kam es zum Zusammenstoß. Dabei kam die Radfahrerin zu Fall und wurde in der Folge durch den herbeigerufenen Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Universitätsklinikum verbracht. (Schm)
(Quelle: Polizeibericht vom 01.10.2008) Radler kracht gegen Autotür
Der Fahrer (21) eines Pkw Fuji Heavy stellte sein Fahrzeug am 28.09.2008, gegen 11:00 Uhr, am rechten Fahrbahnrand in der Ludwig-Beck-Straße ab. Beim Öffnen seiner Tür passierte es dann: Er schaute nicht nach hinten und übersah so einen Radfahrer (27), der dagegen krachte, stürzte und Verletzungen davon trug. Sowohl an dessen weißen Rennrad als auch am Legecy entstand Schaden – insgesamt 800 Euro. Gegen den Pkw-Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. (Hö)
(Quelle: Polizeibericht vom 29.09.2008) Deswegen die dringende Empfehlung, mindestens einen Meter Abstand (vom rechten Lenkerrand!) zu parkenden Fahrzeugen zu halten. Das erhöht die Chancen, plötzlich auftauchenden Autotüren ausweichen zu können.
Donnerstag, 28. August 2008
Ich hätte nicht gedacht, schon so bald wieder über einen Abbiegeunfall an einem Radstreifen berichten zu müssen. Aus dem heutigen Polizeibericht: Radlerin im Krankenhaus
Mit schweren Verletzungen nach einem Verkehrsunfall mit einem Pkw liegt jetzt eine Leipzigerin (54) in einem Krankenhaus. Die Frau fuhr gestern Nachmittag, gegen 15:30 Uhr, auf dem Täubchenweg stadtauswärts. Der Fahrer (28) eines Pkw Ford war in gleicher Richtung unterwegs, wollte jedoch nach rechts in die Kippenbergstraße abbiegen. Er übersah dabei die Fahrradfahrerin und touchierte mit ihr seitlich. Die Frau stürzte, erlitt so ein Schädelhirntrauma und mehrere Prellungen. An den Fahrzeugen entstand Schaden in Höhe von etwa 1.000 Euro. Gegen den Fordfahrer wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (Hö) Radstreifen sind nun mal in den meisten Fällen kein brauchbarer Ersatz für die noch gefährlicheren Hochbord-Radwege. Die Unfallstelle am Täubchenweg Ecke Kippenbergstraße ist sogar eine besondere Falle: Der Radstreifen hört stadtauswärts nämlich genau an der Kreuzung auf. Damit fehlt eine Furtmarkierung, die Autofahrern wenigstens einen kleinen Hinweis liefern könnte, dass rechts neben ihnen noch etwas sein könnte.
Ein anderes Thema, auch dem heutigen Polizeibericht entnommen: Gar keinen Respekt zeigte ein unbekannter Radfahrer: Radler geflüchtet, Beamter verletzt
Am 27.08.2008 bemerkte ein Polizeibeamter (37) der Verkehrspolizei gegen 21:00 Uhr einen Fahrradfahrer, der ohne Licht unterwegs war. Er stoppte den Mann auf der E.Grieg/Anton-Bruckner-Allee, Leipzig-Mitte. Doch der Radler versuchte sofort, sich seiner Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Dabei fuhr er den Beamten an und verletzte ihn am rechten Bein. Der 37-Jährige musste ärztlich versorgt werden. Die Ermittlungen dazu laufen. (Hö) Mir fehlen die Worte.
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