Es hat etwas gedauert, aber hier ist der Mitschnitt der Rennradio-Sendung aus dem April. Er ist leider nicht ganz frei von Macken — das Ende fehlt zum Beispiel. Da haben die Techniker noch ein bisschen zu werkeln. Zum Glück schrauben die nicht an unseren Rädern
Außerdem noch der Hinweis auf den 15.5., also diesen Samstag, zwischen 15 und 16 Uhr: Da ist wieder Rennradio-Zeit bei Radio Blau. Diesmal mit:
Ernst Demele vom ADFC Leipzig zum Verkehrskonzept für die Innenstadt.
Kristian Ansand und Martin Gilluck über ihren Dokumentarfilm Fixed City.
Schwalbe mahnt Online-Shops ab! Wir haben recherchiert und uns mit dem Betreiber von Toms Bike Corner unterhalten.
Außerdem gibt es Auszüge aus Redebeiträgen anlässlich der Fahrraddemo zur AMI im April, rasante Fahrrad-Musik, schmissige Moderation und keine einzige Erwähnung des LVZ-Fahrradfestes.
Der ADFC Leipzig hat für heute Abend zu einem Fach-Forum eingeladen. Thema ist die StVO-Novelle, die zum 1. September 2009 in Kraft getreten ist. Zielgruppe sind alle, die sich mit Verkehrsplanung beschäftigen. Ich werde dabei einen Vortrag über aktuelle Rechtsprechung zum Thema Radwegbenutzungspflicht halten. Hier meine Präsentation:
Am Dienstag (23.02.) um 18 Uhr ist die diesjährige Mitgliederversammlung des ADFC Leipzig. Spannendster Tagesordnungspunkt dürfte die Neuwahl des Vorstandes werden: Zahlreiche Mitglieder werden aus beruflichen oder privaten Gründen nicht mehr kandidieren. Auch der langjährige Vorsitzende Ulrich Patzer sehnt sich nach einem weniger stressigen Posten.
Durch diese umfangreichen personellen Veränderungen wird viel Platz für Neue(s): Neue Mitglieder im Vorstand und ein neuer Vorsitzender werden frischen Wind für den ADFC und für das Radfahren in Leipzig bringen.
schreibt der ADFC in seiner Einladung.
Um eventuellen Nachfragen vorzubeugen: Nein, ich werde nicht kandidieren, für keinen Posten. Meine Prioritäten liegen momentan eher bei meinem neun Monate alten Sohn als in regelmäßigen Vorstandssitzungen
Doch warum engagiert sich ausgerechnet ein Fahrradclub gegen die blauen 40-Schilder? Antworten auf diese und weitere Fragen soll es heute Abend bei einer Diskussionsrunde im ADFC-Laden geben. Der genaue Termin ist heute, 24.11.09, 18 Uhr, im ADFC-Laden in der Grünewaldstraße 19.
Gemeinsame Pressemitteilung von Ökolöwe, Verkehrsclub Deutschland, Referat für Nachhaltige Mobilität des StudenInnenRat, FUSS e.V. und ADFC Leipzig:
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Leipzig nimmt einen neuen Anlauf, die 40 km/h-Mindestgeschwindigkeit auf dem Ring aufheben zu lassen – diesmal gemeinsam mit anderen im Verkehrsbereich agierenden Verbänden und Initiativen. Hintergrund ist eine Änderung der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung, die am ersten September in Kraft getreten ist. Demnach dürfen solche Mindestgeschwindigkeiten innerorts nicht mehr angeordnet werden. Der Leipziger Harald Lindner hat deswegen beantragt, die Verkehrsregelung auf dem Ring unter Beachtung der neuen Rechtslage zu überprüfen. Der ADFC selbst kann solche Anträge als juristische Person nicht stellen.
„Die momentane Beschilderung verleitet Autofahrer geradezu, viel zu schnell zu fahren“, sagt der Antragsteller Harald Lindner. „Dadurch wird der Ring erst zu der Gefahrenquelle, vor der die Mindestgeschwindigkeit angeblich schützen soll. Davon sind ganz besonders all jene betroffen, die den Ring zu Fuß oder per Rad queren wollen.“
Der ADFC Leipzig setzt sich gemäß seiner Satzung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ein. Deswegen spricht sich der Verein schon seit Jahren gegen die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit auf dem Ring aus. Dazu Leipzigs ADFC-Vorsitzender Ulrich Patzer: „Die Tempo-40-Schilder sind eine anachronistische „Altlast“ aus DDR-Zeiten, die nicht nur wegen der daraus resultierenden Verkehrssicherheitsdefizite, sondern auch aus Lärm- und Umweltschutzgründen endlich beendet gehört“.
Werden die blauen 40-Schilder abgeschraubt, dürfen auch Radfahrer auf einigen Ringabschnitten fahren. „Das ist nicht unser Hauptanliegen“, sagt Ulrich Patzer. Die meisten Radfahrer würden dort wegen der vielen Autos gar nicht fahren wollen. „Grundsätzlich müssen Autofahrer aber überall mit langsameren Verkehrsteilnehmern rechnen. Und gerade zu Radfahrern ist beim Überholen ein deutlicher Seitenabstand vorgeschrieben.“
Wichtig ist es den Verkehrsinitiativen, dass die Stadt die Tempo-40-Schilder nicht nur einfach abschraubt. Die Autofahrer müssten darüber informiert werden, dass der Ring keine behördlich geförderte Schnellfahrstrecke ist, z. B. mit Hinweisschildern, Faltblättern und Artikeln im Amtsblatt.
Als ihren Beitrag zu der erforderlichen Öffentlichkeitsarbeit laden die Verbände die LeipzigerInnen zu einem Dialog über dieses Thema ein, und zwar am Dienstag, 24.11.09, 18 Uhr, in den ADFC-Laden in der Grünewaldstraße 19.
Die Erkenntnis, dass Hochbordradwege für Radfahrer keinen Sicherheitsgewinn, sondern größere Gefahren bieten, hat sich inzwischen auch im ADFC weitgehend durchgesetzt. Als zu bevorzugende Alternative werden stattdessen Radstreifen propagiert, also auf der Fahrbahn abmarkierte Streifen, die dem Radverkehr vorbehalten sind. Die Einrichtung dieser benutzungspflichtigen Sonderwege wird von ADFC-Vertretern immer wieder gefordert und gefeiert.
Höchste Zeit, die Argumente für Radstreifen zu prüfen.
Am 6. Juli 1989 passierte etwas in der DDR einmaliges: Beauftragte der Stadt trafen sich mit engagierten Radfahrern, um sich über deren Probleme auszutauschen und den Radverkehr – der damals weit zurückgegangen war – wieder zu fördern. Nach der Wende wurde daraus die AG Rad, die sich seit 1991 in einem 14-tägigen Rhythmus trifft. Dabei vertreten sind verschiedene Ämter der Stadtverwaltung, die Polizei sowie Ökolöwe und ADFC.
Nun kann man ja über die Ergebnisse der Arbeit geteilter Meinung sein (es gibt noch immer viel zu viele straßenbegleitende, benutzungspflichtige Radwege in Leipzig!), aber dass diese Form bürgerschaftlichen Engagements und kollektiven Interessensausgleiches so lange existiert (und meist auch funktioniert), ist schon bewunderswert und ein klarer Pluspunkt für die Radverkehrspolitik in Leipzig. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!
Leider konnte oder wollte die Stadtverwaltung keine Feierlichkeiten für das Jubiläum organisieren. Das hat der ADFC übernommen: Am Montag (6.7.) gibt es ab 17 Uhr im Foyer der LVZ eine kleine Festveranstaltung. Als Rahmen gibt es mehrere Ausstellungen zu sehen, unter anderem historischer Fahrräder und eine zum Wirken der AG Rad.
Helsinki, Köln, Brüssel, Unna, Graz und seit gestern auch Leipzig – alle sechs Städte haben etwas gemeinsam: Ihre Radverkehrspolitik wurde im Rahmen von BYPAD begutachtet. Ziel dieses Verfahrens ist es, die Radverkehrspolitik einer Kommune zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, um die Qualität weiter zu steigern.
Die eigentliche Bewertung erfolgt dabei nicht von den Gutachtern, sondern von lokalen Akteuren. In Leipzig waren das unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, der Stadtratsfraktionen, von Senioren- und Behindertenbeirat sowie ADAC und ADFC. Alle Beteiligten trafen sich von November 2008 bis März 2009 insgesamt drei Mal, um in moderierten Gesprächen Leipzigs Radverkehrspolitik unter die Lupe zu nehmen.
Bei der Übergabe des BYPAD-Zertifikats (v.l.n.r.): Ulrich Patzer (ADFC Leipzig), Edeltraut Höfer (Verkehrs- und Tiefbauamt) und Gerd-Axel Ahrens (TU Dresden) (Foto: Torsten Schönebaum)
Moderiert wurde das Verfahren von den Dresdener Verkehrswissenschaftlern Gerd-Axel Ahrens und Thomas Böhmer. Ahrens lobte gestern alle Teilnehmer, es habe großen Konsens und kaum Streit gegeben. Auch der Verkehrspolitik der Stadt stellte er gute Noten aus: “Der Radverkehr ist gut in die Verkehrsplanung integriert, bei Neubauten wird der Stand der Technik meist eingehalten. In diesem Punkt ist Leipzig der Landeshauptstadt Dresden voraus.” Auch der – im Vergleich zur Fahrradstadt Münster – niedrige Autoverkehrsanteil spreche für die gute Arbeit der Leipziger Verkehrsplaner.
Leipzig biete gute Vorraussetzungen für einen hohen Radverkehrsanteil, so Ahrens. Die flache Topographie und die zahlreichen Studenten seien ein Grund dafür. Aber auch die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und ADFC in der AG Rad, deren 20-jähriges Jubiläum gestern war, spielten eine wichtige Rolle.
Ahrens sprach allerdings auch Schwächen an: Problematisch seien die schlechte Instandhaltung vorhandener Radverkehrsanlagen und der unzureichende Service bei der Fahrradstation am Hauptbahnhof. Vor allem aber müsse Leipzig seine Öffentlichkeitsarbeit in Punkto Radverkehr verbessern: “Es muss mehr Aufmerksamkeit auf die Nutzeneffekte gelegt werden”, so Ahrens. “Jeder Radfahrer ist ein Freund des Autofahrers, denn sind weniger Autos unterwegs, gibt es auch weniger Stau.”
Die Amtsleiterin des Verkehrs- und Tiefbauamtes, Edeltraut Höfer, dämpfte aber Hoffnungen auf mehr Radfahr-Werbung: Dem Amt fehle dafür schlicht das Geld. Stattdessen sollen die Erkenntnisse aus dem BYPAD-Verfahren genutzt werden, um das Handlungskonzept Radverkehr zu überarbeiten. Im kommenden Jahr soll dem Stadtrat dazu ein Entwurf vorgelegt werden. Außerdem versprach sie, nach und nach die Ausschilderung der Radrouten zu verbessern. Und ein weiteres Versprechen gab es: Die BYPAD-Gruppe soll sich künftig einmal im Jahr treffen, um sich über Leipzigs Radverkehrspolitik auszutauschen.
Der ADFC Leipzig veranstaltet am Samstag sein alljährliches Fahrradfrühlingsfest. Neben “üblichen” Aktionen wie einem Fahrradparcours für Kinder und Jugendliche, einem Fahrrad-Gebrauchtmarkt und einer anschließenden Radtour ist das diesjährige Highlight eine Podiumsdiskussion unter dem Motto “Wen wählen wir?”. Anlass ist die Stadtratswahl Anfang Juni. Eingeladen sind Vertreter der Stadtratsfraktionen, um sie zu ihren Vorstellungen zur Verkehrspolitik zu befragen.
Neun Personen kamen im Vorjahr auf Leipzigs Straßen bei 14 700 Verkehrsunfällen ums Leben, 2200 wurden zum Teil schwer verletzt. Diese Bilanz zog Polizeihauptkommissar Mario Gödt auf der Jahreshauptversammlung der Messestadt Verkehrswacht. Damit gab es zwar 2008 mit neun Todesopfern die geringste Anzahl im zurückliegenden Jahrzehnt, doch das seien eben immer noch neun zu viel gewesen, erklärt Gödt.
1999 verunglückten noch 23 Verkehrsteilnehmer in Leipzig tödlich, in den Jahren 2000 und 2001 jeweils 22 Männer und Frauen.
Besorgniserregend habe sich das Verhalten der Radfahrer entwickelt. „Sie waren allein an 1165 Unfällen beteiligt und verursachten 56,5 Prozent davon selbst“, so der Polizeihauptkommissar.
Der ADFC Leipzig will morgen ab 18 Uhr zusammen mit der Polizei auf ordentliche Beleuchtung am Fahrrad aufmerksam machen. Vor dem ADFC-Büro in der Grünewaldstraße sollen Radfahrer ohne Licht angehalten und auf die Straßenverkehrszulassungsordnung hingewiesen werden. Die Polizei will dabei keine Ordnungsgelder verhängen, sondern lediglich belehren.
Fehlendes Licht ist nur selten eine Unfallursache, aber gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern mindestens unhöflich, weil es für erschreckende Schrecksekunden sorgen kann. Der Leipziger ADFC-Vorsitzende Ulrich Patzer begründet die Aktion deswegen auch damit, dass “Dunkelradler” durch “ihr gedankenloses Verhalten generell das Verkehrsklima verschlechtern”.
Bei Ermahnungen soll es im Übrigen nicht bleiben: ADFC-Aktive wollen über gute Lichtanlagen am Rad beraten und eine Selbsthilfewerkstatt wird kleinere Mängel auf Wunsch vor Ort beheben.
Ein lobenswertes Werk des ADFC-Kreisverbandes Bottrop: Bieten Radwege Schutz? Wer noch immer denkt, Radwege seien der richtige Weg, um Radverkehr zu fördern oder gar sicher zu machen, dem sei die Lektüre empfohlen. Für eigene Aufklärungskampagnen lässt sich der Text auch als Flyer herunterladen.
Der ADFC Leipzig hat den Oberbürgermeister zu einer gemeinsamen Radtour eingeladen. Der hat zugesagt. Das Beste: Die Tour ist öffentlich, so dass alle Interessierten mitfahren können. Ziel ist es, positive und negative Seiten der Radverkehrsinfrastruktur in Leipzig aufzuzeigen. Es geht also nicht darum, möglichst schnell möglichst weit zu kommen. Vielmehr wird öfter angehalten und geredet werden.
Der Termin zum Notieren: Samstag, 17.05.08, 10 Uhr, Neues Rathaus.
Die Tour wird etwa 2 Stunden dauern.
Am Freitag ist Europatag. Aus diesem Anlass will die Leipziger EU-Abgeordnete Gisela Kallenbach (Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit dem lokalen ADFC mit dem Rad durch den Leipziger Westen fahren. Mit dabei ist Karsten Gerkens, Leiter des Amts für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung. Bei der etwa 15 Kilometer langen Tour sollen Projekte vorgestellt werden, die mit Fördermitteln der Europäischen Union umgesetzt wurden. Als Stationen vorgesehen sind unter anderem das ehemalige Wasserschloss Leutzsch, der Lindenauer Henriettenpark mit dem Wege e.V., das Grüne Gleis, BIC und GaraGe, der Volksparkeingang an der Taborkirche und der Stadtteilpark in Plagwitz.
Treffpunkt ist um 16 Uhr auf dem Lindenauer Markt. Die Tour dauert bis etwa 19 Uhr. Um eine Anmeldung per E-Mail wird gebeten — keine Ahnung, ob sie ein Muss ist.
Die LVZ hat es in der vergangenen Woche etwas versteckt berichtet, die Bahn hat es mir gegenüber heute bestätigt: Der Bahnübergang Equipagenweg in Markkleeberg soll umgebaut werden. Der ADFC hatte sich in den vergangenen Jahren für einen Umbau stark gemacht, weil die momentanen Umlaufsperren Radfahrern das Leben schwer machen. Darüber hatte ich Ende Dezember berichtet.
Jetzt schreibt mir die Bahn, dass der Übergang tatsächlich Ende Mai umgebaut werden soll. Die Kosten, deren Höhe noch unklar sind, werde voraussichtlich die Bahn selbst tragen.