Ich läute schonmal den Populismus-Alarm — das ist wegen der zu erwartenden Berichterstattung und den entsprechenden Leserbriefen in der hiesigen Lokalpresse vermutlich nötig. Darum geht’s:
Kein Herz für Musik
Gestern Nachmittag (26.6.08, ca. 16:50 Uhr) holte eine Mutter (39) ihre Tochter von der Musikschule in der Innenstadt ab. Die 10-Jährige hatte ein Cello auf dem Rücken und lief – gemeinsam mit Mutter und Schwester (3) — auf der Petersstraße in Richtung Wilhelm-Leuschner-Platz. Plötzlich wurde das Mädchen samt Instrument nach vorn gestoßen, weil in Höhe eines Bäckergeschäftes ein Radfahrer mit recht hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fuhr die junge Fußgängerin von hinten anfuhr. Das Cello im Wert von ca. 5.000 Euro funktioniert nach diesem Zusammenprall nicht mehr, der Biker schaute sich allerdings nur kurz um und fuhr dann weiter. Der Mann auf dem Zweirad konnte wie folgt beschrieben werden:- 20-25 Jahre alt
- ca. 175cm groß
- schlanke Gestalt
- mittelbraune kurze glatte Haare
- hatte grauen Rucksack mit rotem Streifen bei sich
- Herrenrad, mit verstärkten Rahmen (vermutlich Mountainbike)
- Vermutlich dunkelgraue Farbe
- gerader Lenker mit schwarz/orange Griffen
Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können und bittet diese, sich sich bei dem Polizeirevier Innenstadt, Ritterstraße 17-21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 710 50, zu melden. (La)
(Quelle)
Vielen Dank an den radfahrenden Idioten — sowas macht es nicht gerade einfach, sich für eine generelle Freigabe der Fußgängerzonen in der Innenstadt einzusetzen. Glücklicherweise sind solche Vorfälle Einzelfälle — und würden mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso passieren, wenn Radverkehr in der Innenstadt verboten wäre.