Die meisten Menschen fühlen sich auf Radwegen sicherer als auf der Fahrbahn, schließlich ist man ja von den gefährlichen Autos weg. Dieses Sicherheitsgefühl ist aber trügerisch: An Kreuzungen wirkt sich die Entfernung zu den Autos dermaßen negativ aus, dass Radfahrer sehr leicht von Autofahrern übersehen werden. Über ein weiteres Beispiel dieser (relativ) häufigen Unfälle berichtet heute die Polizei:
Pkw contra Fahrrad
Bei einem Unfall, der sich gestern Nachmittag ereignet hatte, wurde ein Leipziger (60) schwer verletzt.Der Mann war mit seinem Fahrrad auf dem Radweg der Lyoner Straße stadtauswärts unterwegs. Auf der Schönauer Straße fuhr ein Pkw Opel, dessen Fahrer (67) nach rechts auf die Lyoner Straße abbiegen wollte. Der Autofahrer beachtete die Vorfahrt des Radlers nicht und stieß mit ihm zusammen. Der 60-Jährige stürzte und musste mit schweren Verletzungen in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. An Pkw und Rad entstand Schaden in Höhe von ca. 4.000 Euro. Gegen den Opelfahrer wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall ermittelt. (Hö)
Radwege sorgen also nicht für mehr Sicherheit, an Kreuzungen und Einmündungen sorgen sie vielmehr für deutlich größere Gefahren als auf der Fahrbahn. Auch deswegen wird immer wieder eine Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht gefordert, zuletzt mit einer
Petition beim Bundestag, die dort noch behandelt wird.