Die “Radfahrer-sind-Rüpel”-Kampagne hat jetzt anscheinend auch die Polizei geweckt. Aus dem Pressebericht von Vorgestern:
Dreizehn Beamte des Polizeireviers Süd kontrollierten am 15.01.2008 in der Zeit von 06:30 – 08:00 Uhr Fahrradfahrer. Sie überprüften an den Kreuzungen , Karl-Liebknecht-Straße/Richard-Lehmann-Str., Richard-Lehmann-Str./Zwickauer Straße sowie auf der August-Bebel-Straße insgesamt 78 Pedalritter. Bei den Kontrollen erhoben sie in drei Fällen Verwarngelder vor Ort, fertigten fünf Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 16 Mängelscheine. Die Kontrollen werden aufgrund auch in Zukunft durchgeführt.
Weil sich der Informationsgehalt dieser Zeilen in Grenzen hält, habe ich nachgefragt, welche Ordnungswidrigkeiten denn bemängelt worden. Es war in allen Fällen die Beleuchtung, die nicht den Vorschriften entsprach. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werde man auch in Zukunft in verschiedenen Stadtteilen auf diese Weise Radfahrer kontrollieren.
Das fehlendes Licht bei Unfällen mit Radfahrerbeteiligung nur eine untergeordnete Rolle spielt, scheint bei der Leipziger Polizei noch nicht angekommen zu sein. Viel wichtiger wäre es, den Leipzigern das Gehweg- und Geisterradeln abzugewöhnen.