Wieder keine positiven Nachrichten, nur weitere Beispiele dafür, dass Radfahrer neben der Fahrbahn nicht oder zu spät wahrgenommen werden.
Fall 1: Radfahrerin auf Radweg übersehen, Kollision und Unfallflucht:
Fahrerflucht nach Verkehrsunfall
Am gestrigen Tag, dem 20.10.2008 gegen 09:10 Uhr, befuhr eine 21-jährige Radfahrerin in Leipzig-Möckern den Radweg der Slevogtstraße in stadteinwärtiger Richtung und hatte die Absicht, die Diderotstraße zu überqueren. Zeitgleich befuhr ein Pkw die Diderotstraße und bog nach links in die Slevogtstraße ab. Dabei bislang unbekannter übersah die Fahrerin des Pkw offensichtlich die Radfahrerin, so dass es zum Zusammenstoß zwischen beiden kam, wobei die Geschädigte über die Motorhaube des Pkw auf die Straße fiel. Sie erlitt leichte Verletzungen, welche vor Ort ambulant behandelt werden konnten. Die Fahrerin des Pkw hingegen dachte offensichtlich nicht daran, sich um die verletzte Radfahrerin zu kümmern sowie ihren weiteren Pflichten nachzukommen und entfernte sich vom Unfallort.
Die Polizei sucht nun Zeugen zum Unfall. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Hans-Driesch-Straße 1 in 04179 Leipzig, Telefon (0341) 4483 835. (Schm)
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig)
Fall 2: Radfahrerin auf Radstreifen übersehen, Kollision und Unfallflucht:
Vom Unfallort unerlaubt entfernt …
… hatte sich am 16.10.2008, gegen 20:30 Uhr, der Fahrer eines Lkw mit Anhänger. Dieser befuhr die Richard-Lehmann-Straße im Leipziger Süden stadteinwärts und hatte die Absicht, nach rechts in die Karl-Liebknecht-Straße abzubiegen. Dort beachtete er offenbar eine Radfahrerin (31) nicht, die auf dem Radweg Richard-Lehmann-Straße fuhr und die Karl-Liebknecht-Straße überqueren wollte. Es kam zum Zusammenprall – die Frau stürzte und verletzte sich. Der Lkw-Fahrer dachte jedoch nicht daran, seinen ureigensten Pflichten nachzukommen, sondern fuhr einfach weiter. Die 31-jährige Leipzigerin musste ärztlich versorgt werden. Am Fahrrad entstand Schaden in Höhe von etwa 100 Euro.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Verkehrsunfall, besonders aber zum Fahrverhalten der Radfahrerin und des Lkw-Fahrers, machen können, sich bei der Verkehrsunfallaufnahme in der Hans-Driesch-Straße 1, Telefon (0341) 4 48 36 10 zu melden. (Hö)
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig)
(Die Polizei hat wie üblich leichte Probleme mit der Unterscheidung zwischen Radwegen und Radstreifen. Ist ja aber auch kompliziert und wird in der Unfallstatistik meines Wissens nach auch nicht unterschieden.)
Ich kann’s nicht oft genug wiederholen: Radwege und -streifen sind an Kreuzungen lebensgefährlich.